about:maschinenraum

Februar 13th, 2013 § Kommentare deaktiviert für about:maschinenraum § permalink

Der Maschinenraum ist eine Initiative des StudierendenKonvent der Bauhaus-Universität Weimar, und ein Hackerspace.

Der Raum bietet neben Werkzeug für Computerreparaturen, und elektronischen Kleinteilen, vor allem einen Treffpunkt für Menschen die sich aktiv mit dem Einfluss von Computer und Medien auf Gesellschaft auseinandersetzen.

Der Raum steht fast ganztägig offen. Einfach vorbei kommen, oder vorher Kontakt aufnehmen.

Unsere Türe twittert auch ob offen ist oder nicht unter @mr_door_status.

Wenn man nicht gerade ein akutes Anliegen hat, empfiehlt sich ein Besuch am Dienstag Abend, wenn auch der Weimarnetz e.V. vorbei kommt.

Siehe auch: man maschinenraum

Vortrag am Freitag, 18.10 – Cyberanarchy 2019

Oktober 15th, 2019 § 0 comments § permalink

Auch dieses Jahr sind wir wieder bei der alternativen Einführungswoche dabei und stellen den Maschinenraum und unsere Themenbereiche vor. Es wird um freie Software, Dezentralität, Datenschutz und um Politik gehen.

Tetris-Weltmeisterschaft-Livestream am 20.10.

Oktober 11th, 2019 § 0 comments § permalink

Am 20.10 ist Tetris-Weltmeisterschaft, und natürlich gibt es dazu einen Livestream im Maschinenraum! Los geht es um 22 Uhr mit einer kurzen Einführung in Regeln & Hintergründe.

Auch wir sind Bauhaus – Podcast

Oktober 3rd, 2019 § 0 comments § permalink

Im Dezember haben die Macherinnen des Podcast "Wir sind Bauhaus" den Maschinenraum besucht & ein Interview geführt. Die Atmosphäre eines typischen Dienstagabends im Maschinenraum und den Versuch einer Selbstdarstellung gibt es jetzt zum Nachhören:

Alternativ findet ihr diese Folge auch auf Spotify, oder bei Apple.
Ihr könnt dem Podcast auch auf Instagram folgen.

Summary 2019 – 100 Jahre Kommerz

Juli 11th, 2019 § 2 comments § permalink

„Wir freuen uns, dass das ZDF im Jubiläumsjahr an unserer Universität zu Gast ist. Hier, wo das Bauhaus gegründet wurde, können die Zuschauerinnen und Zuschauer sehen, wie heute Wissenschaft, Technik, Kunst und Gestaltung zusammenarbeiten, um die Fragen der Gegenwart zu beantworten“ - Professor Winfried Speitkamp, Präsident der Bauhaus-Uni.

Welche Fragen wurden denn gestellt, wenn die Antwort darauf seichte deutschsprachige Popmusik ist? Sind das wirklich die wichtigen Fragen der Gegenwart? Und in welchem Bezug stehen die vom ZDF gewählten Künstler (die bisher eher durch Sexismus und Macho-Fantasmen als durch künstlerische Avantgarde aufgefallen sind) eigentlich zur Tradition des Bauhaus? Das sind nur einige der Fragen, die uns gerade etwas verzweifeln lassen.

Es ist das Jahr 2019, das Bauhaus wird 100. Einst wurde es aus Weimar vertrieben, jetzt folgt Stufe zwei der Auslöschung: Der Kommerz. Nach Jahren des Desinteresses wird jetzt endlich mal richtig aufgeräumt, der Campus umgestaltet und Instagram-tauglich aufgehübscht, und der neue Präsident lädt schließlich ein in sein glänzend sauberes Reich – und verspricht, dass all das in der "Tradition" des Bauhauses geschieht.

Aber ist die Tradition nicht längst tot? Der große Austausch hat doch längst stattgefunden. Sauberer Beton gegen studentische Subkultur, aalglatter Mainstream gegen subversive Kunst, eingekaufte Professionalität gegen genialen Dilettantismus. Die Summary war mal die Jahresschau der Studierenden - stattdessen zeigt uns jetzt das öffentlich-rechtliche Fernsehen, wie Kultur denn richtig geht. Vor ein paar Wochen hieß es noch "(d)as ZDF versteht sich als Gast auf dem Campus der Bauhaus-Universität Weimar und möchte in der Reihe zdf @ BAUHAUS gern das lebendige Bauhaus zeigen, Arbeiten der Studierenden und die dazugehörigen Prozesse und auch die Universität und ihre Gebäude."
Stattdessen wurde die m18, das Haus der Studierenden, eins der Elemente des "lebendigen Bauhaus", dann plötzlich im Sicherheitskonzept "vergessen" und soll deswegen geschlossen bleiben. Und die Summary, die Arbeiten der Studierenden und all das? Muss sich hinten anstellen, der Campus gehört dem zdf und seiner großen Bühne. Die Wege zu den Ateliers sind versperrt mit Security, Absperrband und Ausweiskontrollen. Ob die Künstler am "alten" Bauhaus das so gewollt hätten?

Das Bauhaus verließ Weimar, nachdem es 1925 von der neuen national-konservativen Regierung durch finanziellen und politischen Druck geradezu vertrieben wurde. 1933 wurde es dann von den Nationalsozialisten endgültig zur Selbstauflösung gezwungen. Entsprechend wäre eine Positionierung gegen rechts eigentlich auch ganz im Sinne der Tradition gewesen. Stattdessen hat das zdf dann auch noch sehr fragwürdige, augenscheinlich rechte Security-Männer (mit Firmenname in Fraktur und szenetypischen rechten Kennzeichen an ihrem "Dienstwagen") verpflichtet. Das ist natürlich kein Problem. Das wahre Problem sind offensichtlich die Studenten und Mitarbeiter – denn die wurden vom Präsidium aufgefordert, doch bitte keine Waffen mitzuführen.

All das summiert sich auf. Viele von uns fühlen sich hier nicht mehr willkommen. Wo können wir hier denn noch etwas beitragen, uns einbringen, uns ausprobieren? Unsere Arbeiten sind ja offenbar nicht gut genug, unser Engagement nicht professionell genug, unsere Kultur nicht ansprechend genug. Irgendwo hinten in den schmuddeligen Ecken, ja gerne, aber bloß nicht auf dem schönen neuen Rollrasen.

Wir würden uns wünschen, dass das Präsidium mit den Studierenden endlich einen offenen und vor allem respektvollen Dialog über die Zukunft führt. Soll die Bauhaus-Uni lebendige Kultur bieten, oder doch nur eine weitere tote, museale Attraktion im Portfolio des Tourismus-Standortes Weimar sein?

ist das Bauhaus, oder kann das weg?

ist das Bauhaus, oder kann das weg?

Anmerkung: In einer früheren Version des Textes war die Vertreibung des Bauhaus aus Weimar etwas vereinfacht (und nicht ganz richtig) dargestellt. Siehe Kommentare.

Der Start des Raumschiffs ist nahe…

April 11th, 2019 § 0 comments § permalink

...aus diesem Grund hier die dazugehörige Rede Juri Gagarins:

 

Liebe Freunde, bekannte als auch unbekannte, liebe Landsleute und Menschen aller Länder und Kontinente!
In einigen Minuten wird mich ein starkes Raumschiff in die Weiten des Weltalls tragen. Was kann ich euch in diesen letzten Minuten vor dem Start sagen? Mein ganzes Leben kommt mir jetzt wie ein einziger schöner Augenblick vor.

Alles, was mein bisheriges Leben ausmachte und was ich getan habe, geschah um dieser Minute willen. Ihr werdet begreifen, daß es schwer für mich war, meine Gefühle klar zu verstehen, als man mir diesen Flug vorschlug. Freude? Nein, es war nicht nur Freude. Stolz? Nein, es war nicht nur Stolz. Ich spürte ein großes Glück. Der erste im Weltraum zu sein, der Natur in einem beispiellosen Zweikampf allein gegenüberzutreten – kann man von etwas Größerem träumen?
Dann dachte ich aber sofort auch an die riesige Verantwortung, die auf mir lag. Ich habe als erster das zu vollbringen, wovon Generationen geträumt haben, ich habe als erster der Menschheit den Weg in den Weltraum zu bahnen. Nennt mir eine schwierigere Aufgabe als die, die mir zugefallen ist! Diese Verantwortung trage ich nicht vor einigen Dutzend Menschen, nicht vor einem Kollektiv, sondern vor dem ganzen Sowjetvolk, vor seiner Gegenwart und seiner Zukunft. Und wenn ich mich dennoch zu diesem Flug entschließe, dann nur deshalb, weil ich Kommunist bin, weil ich den beispiellosen Heroismus meiner Landsleute, der Sowjetmenschen, vor Augen habe. Ich weiß, daß ich meinen ganzen Willen zusammennehmen werde, um die Aufgabe gut zu erfüllen. Ich werde alles tun, was in meinen Kräften steht, um den Auftrag der Kommunistischen Partei und des Sowjetvolkes auszuführen.
Bin ich glücklich, wenn ich mich nun zum Start in den Weltraum begebe? Natürlich bin ich glücklich, denn in allen Zeiten und Epochen war es für Menschen das höchste Glück, an großen Entdeckungen teilnehmen zu können.
Ich möchte diesen ersten Raumflug den Menschen des Kommunismus, der Gesellschaft widmen, in die unser Sowjetvolk bereits eintritt, in die – davon bin ich überzeugt – alle Menschen auf der Erde eintreten werden.
Nun sind es nur noch wenige Minuten bis zum Start. Liebe Freunde, ich sage euch:
Auf Wiedersehen, wie alle Menschen, die sich auf einen weiten Weg begeben. Wie gern möchte ich euch alle umarmen, meine bekannten und unbekannten, die fernen und nahen Freunde!
Auf ein baldiges Wiedersehen!

Erklärung des ersten Kosmonauten der Welt vor dem Start mit
dem Weltraumschiff «Wostok I» am 12.April 1961