about:maschinenraum

Februar 13th, 2013 § Kommentare deaktiviert für about:maschinenraum § permalink

Der Maschinenraum ist eine Initiative des StudierendenKonvent der Bauhaus-Universität Weimar, und ein Hackerspace.

Der Raum bietet neben Werkzeug für Computerreparaturen, und elektronischen Kleinteilen, vor allem einen Treffpunkt für Menschen die sich aktiv mit dem Einfluss von Computer und Medien auf Gesellschaft auseinandersetzen.

Der Raum steht fast ganztägig offen. Einfach vorbei kommen, oder vorher Kontakt aufnehmen.

Unsere Türe twittert auch ob offen ist oder nicht unter @mr_door_status.

Wenn man nicht gerade ein akutes Anliegen hat, empfiehlt sich ein Besuch am Dienstag Abend, wenn auch der Weimarnetz e.V. vorbei kommt.

Siehe auch: man maschinenraum


BigBrotherAwards 2018 live im Maschinenraum

April 15th, 2018 § 0 comments § permalink

Wie jedes Jahr werden auch 2018 wieder die bei Firmen, Organisationen und Politikern allseits unbeliebten Datenschutz-Negativpreise BigBrotherAwards verliehen.

Weil es Bielefeld gar nicht gibt (& das außerdem im kapitalistischen Ausland liegt), hilft euch der Maschinenraum dabei das ganze trotzdem live & in bester Gesellschaft mitverfolgen zu können:

Am Freitag (20.04) ab 17:45 gibt's im Maschinenraum einen Live-Stream der Verleihung.

Kommt vorbei!

Illustration Datenkrake: Heiko Sakurai - Bitte immer angeben.

Feiert mit uns die Yuri’s Night 2018! Am 12.04. ab 22Uhr

April 10th, 2018 § 0 comments § permalink

Wie jedes Jahr richtet der Maschinenraum wieder die Yuri's Night in der M18 aus. Feiert mit uns den ersten Menschen im Weltraum!

Dieses Jahr gibt es endlich wieder Live-Musik: ToSeBit besuchen uns und bringen euch die besten Chiptunes mit!

Weitere Beschallung gibt's von KON8bit (mehr chiptunes!) und Major (Space-Rock und vieles mehr!). Dazu reichen wir wieder die schönsten Space-Cocktails und die fantastischsten Weltraum-Bilder – kommt vorbei und feiert mit!

Um 22Uhr geht's los, wir freuen uns auf euch.

Dezentralisiert euch – und in der Praxis so?

April 6th, 2018 § 0 comments § permalink

Hier noch mal eine kurze Zusammenfassung der am Mittwoch vorgestellten dezentralen Dienste.

Dazu sei angemerkt: Dezentrale Dienste funktionieren nur, wenn ihr euch nicht alle auf dem gleichen Server anmeldet! Schaut in die Listen, sucht euch was passendes, oder nutzt optimal einen Server dessen Admins ihr kennt & denen ihr vertraut (oder super optimal: Setzt eure eigenen Server auf! Dank fertiger Lösungen wie FreedomBox ist das einfacher denn je.).

Dezentrale soziale Medien:

Blogging:

Image Sharing:

Chat (auch Video und Telefonie):

Cloud-Dienste:

Video:

Netzwerke:

DNS-Server:

Ihr habt selber Server, die noch in die Liste können? Dann schreibt einen Kommentar :)

Ihr wollt eure Admins treffen? Dann kommt am besten Montag oder Dienstagabend zu unseren regelmäßigen Veranstaltungen.

Dezentralisiert euch! Facebook ist doof? Twitter auch? Dann macht mit & macht es anders!

März 27th, 2018 § 0 comments § permalink

Facebook ist doof - diese Parole schleicht sich seit den letzten Tagen auch langsam in die Mainstream-Medien.

Aber was jetzt? Zurück zu einfacheren Zeiten, zu E-Mails und Newsgroups? Oder gar...IRC?

Oder: wir bauen einfach unsere eigenen sozialen Netzwerke. Und wenn schon, dann gleich richtig – also dezentral, unabhängig und sicher.

Der Maschinenraum unterstützt euch aktiv: Wir haben jetzt eine eigene Mastodon-Instanz (social.bau-ha.us) und einen eigenen Matrix-Server (matrix.bau-ha.us).

Schon länger stellen wir auch andere dezentrale Projekte für euch zur Verfügung: die m18-cloud (cloud.bau-ha.us) und ein Etherpad (m18.uni-weimar.de/pad/).

Ihr wollt mehr wissen? Dann kommt am 4.4. ab 20Uhr in den Maschinenraum zu einem kurzen Vortrag mit anschließender Diskussion.

Wir freuen uns auf euch!

Libreboot – Installation auf einem Thinkpad X200

März 19th, 2018 § 0 comments § permalink

Was ist Libreboot?

Libreboot ist ein Fork des etwas bekannteren Coreboot. Beide sind freier, open-source Ersatz für proprietäre BIOS (aka das Ding, was immer kommt, wenn ihr euren PC bootet).

Und warum das ganze?

Ihr habt also auf eurem Rechner Linux laufen, und denkt jetzt seid ihr sicher vor Trojanern und Rootkits? Tja, da muss ich euch enttäuschen. Auf so einem BIOS-Chip sind meist mindestens 4MB Platz. Manchmal auch 8MB, manchmal 16MB. Da passt verdammt viel drauf – zur Visualisierung: Auf einem Freifunk-Router mit 4MB läuft ein komplettes Linux. Und was ist jetzt auf diesem doofen Chip? Das weiß leider niemand außer dem Hersteller, denn so ist das nunmal mit proprietärer Software. Auf fast allen Thinkpads ist da schonmal Computrace – eine nette kleine Spyware mit Rootkit und eigenem TCP/IP-Stack. Die telefoniert nach Hause und fragt regelmäßig einen Server in Kalifornien, ob das Thinkpad als gestohlen gemeldet wurde. Tolles Feature für Firmenkunden. Doofer Bug für alle, die Datenschutz cool finden. Mit einer einfachen Neuinstallation eures Systems werdet ihr die nicht los – denn die ist auf dem BIOS-Chip. Und die hat immer Root – denn sie ist noch eine Ebene über dem System. Allein das war für mich genug um den Mist zu ersetzen.

Dann ist da noch die nette Sache mit den whitelists: An sich ist miniPCI ein Standard. Ihr solltet also jegliche miniPCI-Karte in euren Rechner einbauen können, und das muss laufen. Tut es aber nicht – weil euer BIOS nach der Lenovo-Herstellerkennung sucht – und wenn es die nicht findet, verweigert es den Bootvorgang. Und wenn ihr jetzt die serienmäßige Broadcom-WLAN-Karte durch eine bessere ersetzen wollt? Tja, doof gelaufen.

Und wie mache ich das jetzt?

Tja, das ist jetzt der schwierige Part. Denn ihr müsst direkt an die Hardware – theoretisch könntet ihr den Chip auch einfach über Software neu beschreiben, aber leider hat der (zumindest bei Lenovo) einen Schreibschutz, der nur extern umgangen werden kann. Wenn ihr dann erst mal Libreboot installiert habt, könnt ihr den Schreibschutz auch deaktiveren – und in Zukunft direkt auf den Chip zugreifen.

Ihr braucht also ein passendes Programmiergerät – das kann z.B. ein Raspberry Pi sein, oder ein Bus Pirate.

In diesem Beispiel benutze ich einen Raspberry, weil der eben gerade da war. :) Mittlerweile gibt im Maschinenraum aber auch wieder einen Bus Pirate.

Raspberry vorbereiten:

- Raspbian Lite runterladen: https://www.raspberrypi.org/downloads/raspbian/
- auf SD-Karte (>4gb) kopieren, z.B. $ dd bs=1M if=[IMG] of=[DEVICE]
- SSH aktivieren: Datei namens SSH in Boot-Partition anlegen
- SD-Karte in den Raspberry stecken, Ethernet anschließen, Netzteil anschließen
- die IP rausfinden (z.B. auf der Oberfläche des Routers nachschauen)
- Terminal öffnen und verbinden: ssh pi@your.pi.address -p 22 (passwort: raspberry)
- $ sudo raspi-config
- Expand Filesystem, Change Locale (de_DE.UTF-8 UTF-8), en_GB.UTF-8, timezone einstellen, aktivieren: SSH server, SPI, I2C
- $ sudo apt-get update && sudo apt-get dist-upgrade && reboot
- $ sudo apt-get update && sudo apt-get install libftdi1 libftdi-dev libusb-dev libpci-dev subversion libusb-1.0-0-dev
Flashrom installieren:
- $ svn co https://code.coreboot.org/svn/flashrom/trunk flashrom
- $ cd flashrom
- $ make
- $ sudo make install

Libreboot-ROM-Image vorbereiten (auf dem PC):

- Utils & ROMs runterladen: http://mirror.helium.in-berlin.de/libreboot/stable/20160907/
- Ordner erstellen als Zwischenspeicher: # mkdir ~/work
- Entpacken: # cd ~/work && tar -xvJf ~/Downloads/libreboot_r20160907_util.tar.xz
- Bios-Chip-Größe rausfinden: # sudo dmidecode | grep ROM\ Size

- dementsprechend dafür passendes ROM aussuchen
- MAC-Adresse des Rechner finden: ifconfig eth0
- MAC-Adresse passend einfügen: # cd ~/work/libreboot_r20160907_util/ich9deblob/x86_64 ; # sudo ./ich9gen --macaddress XX:XX:XX:XX:XX:XX
- ins ROM kopieren: bei 8mb-rom: # dd if=ich9fdgbe_8m.bin of=<pfad zur vorlage> bs=1 count=12k conv=notrunc ; bzw. 4mb: # dd if=ich9fdgbe_4m.bin of=<pfad zur vorlage> bs=1 count=12k conv=notrunc
- auf den Pi kopieren: # scp ~/work/libreboot.rom pi@your.pi.address:~/flashrom/libreboot.rom

Pi ausschalten:
pi# sudo shutdown now -hP

Installation:

Thinkpad zerlegen, Chip finden, Nummer/Typ aufschreiben, entsprechend anschließen: http://netzfueralle.blog.rosalux.de/2016/05/15/libreboot-auf-lenovo-thinkpad-x200/#raspberry_pi_mit_dem_romchip_verkabeln
https://github.com/bibanon/Coreboot-ThinkPads/wiki/X200-X201-Hardware-Flashing-with-Raspeberry-Pi
(Chip-Namen: https://www.flashrom.org/Supported_hardware)

Pi booten, per ssh anmelden
pi# cd ~/flashrom
pi# ./flashrom -p linux_spi:dev=/dev/spidev0.0,spispeed=512 --chip <your_chip_name> -r romread1.rom
pi# ./flashrom -p linux_spi:dev=/dev/spidev0.0,spispeed=512 --chip <your_chip_name> -r romread2.rom
pi# ./flashrom -p linux_spi:dev=/dev/spidev0.0,spispeed=512 --chip <your_chip_name> -r romread3.rom
pi# sha512sum romread*.rom
-> checksum gleich? -> cool, rom speichern als backup
-> dann flashen:
pi# ./flashrom -p linux_spi:dev=/dev/spidev0.0,spispeed=512 --chip <your_chip_name> -w libreboot.rom
-> ok? -> dann Pi aus, alles gut! Ansonsten eben nochmal.

Yeah! Freiheit!

Mehr Infos und das ganze in live und Farbe gibt's am 18.04. in unserem Workshop zum Thema.