Bernd Naumann am:10.06.200917:59 um:17:59
Unter Titel “Sperrung von Webseiten mit kinderpornographischem Inhalt” haben mehrere Abgeordnete der FDP einen Fragekatalog an die Bundesregierung bezüglich der Debatte um Internetsperren zum Wohle unserer Kinder bla bla erstellt. An sich garnicht mal so ne schlechte Idee, weil ne menge gute Fragen gestellt werden. Ich bin nur bedenklich gestimmt, was eine Frage betrifft, ob das #zensursula und SSchäuble nicht auf noch dümmere gedanken bringt. Gab ja schon mal den Fall das jemand meinte Terroristen würden via WoW ihre Anschläge planen und das hinter Gamer-Slang tarnen.
Die angesprochene Frage:
16. Welche Rolle spielen nachheutigen Erkenntnissen Filesharing-Netzwerke und Internet-Chats bei der Verbreitung von Kinderpornographie?
Klar das ist alles nicht neu. FÜR UNS! Aber das “Was ist eigentlich ein Brower”-über-uns-hinweg-regierer-Pack weiß das vielleicht wahrscheinlich noch nicht.
Wie gesagt: Ich bin bedenklich gestimmt.
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Bernd Naumann am:04.06.200920:53 um:20:53
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Bernd Naumann am:14.01.200900:05 um:00:05
Wie in Frankreich schon üblich, soll nun auch in Deutschland “Raubkopierern” das Internets abgedreht werden. Brigitte Zypries hat die großen Anbieter zu einem Treffen eingeladen um darüber zu beraten.
Teltarif.de schreibt: “Raubkopierern soll das Internet gesperrt werden”
[via: fefe]
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Bernd Naumann am:15.08.200811:22 um:11:22
Heise schreibt:
“Der Veranstalter der Demonstration, der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung, hat über seine Mitgliedsorganisation FoeBuD einen entsprechenden Reiseservice eingerichtet. Die Hin- und Rückfahrt beispielsweise aus Erfurt in die Hauptstadt mit dem Demobus kostet demnach bis Ende August 28, später 35 Euro.”
“Freiheit statt Angst” findet am 11. Oktober 2008 in Berlin statt. Fahren wir gemeinsam hin? Ich persönlich wäre aber für eine Zugfahrt.
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Bernd Naumann am:30.07.200820:24 um:20:24
Da Mensch ja immer Angst haben muss von phösen Terroristen in die Luft gesprengt zu werden, wenn er grad die neuesten Trash aus Hollywood sieht, haben die Briten nun endlich eine Abhilfe geschaffen.
Die installieren nun einfach mal CCTV auch in den Kinosäälen. Eine These dafür wäre ja, dass man Mensch dazu bewegen will für 3€ eine Coke im Kino zu kaufen, da das Verzehren von Mitgebrachten Speien und Getränken verboten sei. So ein Verbot akzeptier ich ja in der Gastronomie doch aber nicht im Kino. Oder aber vielleicht will man einfach nur kleine Teenies beim Knutschen und Fummeln zu sehen?!
So hier nochmal der Artikel auf heise.de
Ist zwar schon etwas älter aber für die die den Titelbezug nicht haben:

via: Graffiti artist Banksy pulls off most audacious stunt to date – despite being watched by CCTV @ dailymail.co.uk
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phlo am:04.07.200800:32 um:00:32
sind, wie ich während der Gestaltung des hier veröffentlichten Plakats feststellen musste, auch Kulturtechniken. Am 10. Juli kommt der hochspannende Prof. Dr. Friedrich Balke zum Abschluss unserer Vortragsreihe um 20:00h in’s mon-ami und erzählt uns etwas über die gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen eben jener Kulturtechniken.

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phlo am:21.06.200818:19 um:18:19
ist als Konzept eigentlich gar nicht so schwer zu verstehen: Wenn Du gerade dabei bist mich totzuprügeln kann ich Dir ungestraft die Augen auskratzen um Dich aufzuhalten. Die allwissende Müllhalde sagt’s in juristisch:
Notwehr ist ein Begriff der Rechtssprache und bezeichnet – ungeachtet bestimmter konzeptioneller Unterschiede in den einzelnen Rechtsordnungen – die strafrechtliche und zivilrechtliche Unbedenklichkeit von schädigenden Handlungen, wenn sie zur Abwehr eines Angriffs erfolgen und gegen den Angreifer gerichtet sind (richten sie sich gegen Dritte, handelt es sich allenfalls um Handlungen im Notstand).
Der Justiziar der Telekom scheint das aber nicht so ganz verstanden zu haben. Ganz besonders das mit der Notwehr immer verbundene Problem des Notwehrexzesses – Du versuchst mir die Augen auszukratzen und ich hack’ Dir den Kopf ab um’s zu verhindern – scheint ihm nicht ganz so klar zu sein. Anders kann ich’s mir nicht erklären, dass er’s gut geheißen hat, dass die Telekom einfach mal vier KundInnen abhört um mitzubekommen, ob jemand ihre minderwertig geschützten Computer angreift.
Ich schein’ da aber eine Minderheitenmeinung zu vertreten: Das später informierte Postministerium hat nämlich auch kein Strafverfahren eingeleitet. Wo leb’ ich eigentlich?
Link
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phlo am:04.06.200817:07 um:17:07
in Personaldokumenten tun nichts um die Sicherheit der Gesellschaft zu erhöhen, sind aber ein wirklich gutes Mittel, die Gesellschaft zu disziplinieren. Anscheinend sind da die Begehrlichkeiten des Ministeriums für Staatssicherheit wieder einmal größer geworden. Jetzt ist der Personalausweis d’ran. Link.
[Nein, ich habe nicht die letzten Tage damit verbracht, Foucault zu lesen und deshalb keine Ahnung, warum ich in den vergangenen Beiträgen andauernd "Disziplinierung" sage. Kann was mit meiner derzeitigen geistigen Verfassung zu tun haben, deren Diskussion aber im öffentlichen Teil des Internets wirklich nichts verloren hat.]
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phlo am:02.06.200809:29 um:09:29
ist ein Neologismus, den der Berliner Kurier in der vergangenen Woche eingeführt hat um den Überwachungsskandal der Telekom mit einem Wort zu bezeichnen. Und, ja, dieses Antipressefreiheitsüberwachungsdingens beim rosa Riesen ist skandalös – auch, wenn sich an einigen Stellen abzeichnet, dass es sich dabei nur um einen “ganz normalen Auswuchs des Kapitalismus” handel.
Einige der daraus gezogenen Lehren – z.B. dass mensch den Telkos echt nicht trauen kann, wenn sie für den Staat Voratsdaten speichern sollen – sind auch gut, aber auch nicht so neu, dass sie den Wirbel rechtfertigen würden. Ist ja nicht so, dass schon länger bekannt wäre, dass Daten genutzt werden, wenn’s gemacht werden kann, wird’s gemacht werden. Ist so. Ganz besonders wenn sich damit Geld verdienen lässt. Hat was mit der Natur des Kapitalismus zu tun.
Aber ich will mich hier eigentlich gar nicht mehr äußern, weil das Thema ist totgelabert worden. Nein, nicht von der Totlaberungswolke, sondern von den “etablierten” Medien … kann sein, dass die einfach eingeschnappt sind – ging ja gegen sie und nicht wie sonst gegen das “unbescholtenen BürgerIn”.
Für die, die’s noch interessiert, hier ein paar Links:
Und dann gibt’s noch die Spiegel onine Sonderseiten …
Wer noch was findet kann’s in den Kommentaren hinterlassen.
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phlo am:31.05.200817:39 um:17:39
wurde uns ja vergangenen Donnerstag von Julia Seeliger oberflächlich erklärt. Einen deutlich komplexeren Erklärungsversuch hat Kai Biermann in der Zeit bereits am 18. April unternommen. Der wiederholt auch einmal mehr Grundlagen, wie diese:
es geht auf der anderen Seite darum, dass die demokratische Gesellschaft sich ihre Freiheiten und Rechte im Zeitalter des Internets neu erkämpfen muss.
Und kommt zu so erfrischenden Analysen, wie dieser:
die Ansichten des deutschen Staates und die seiner Bürger darüber, wie Freiheit zu schützen und zu sichern ist, nicht mehr miteinander vereinbar sind.
Oder auch dieser:
Die derzeitige Sicherheitspolitik ist im Kern antidemokratisch.
Wie fast alles, dass Kai Biermann in letzer Zeit geschrieben hat, sehr lesenswert.
Anmerkung: Ja, ich mache heute einen gemütlichen Tag an dem ich endlich dazu komme ein paar Tabs in meinem Browser wegzulesen und diesen Blog vollzumalen.
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