Der Annual Movie-Plot Threat Contest

April 12th, 2008 § 0 comments § permalink

von Bruce Schneier hat bei mir schon in den beiden vergangenen Jahren große Freude hervorgerufen. Auch diese Jahr gibt es einen. Dieses Mal mit der Aufgabenstellung:

For this contest, the goal is to create fear. Not just any fear, but a fear that you can alleviate through the sale of your new product idea. There are lots of risks out there, some of them serious, some of them so unlikely that we shouldn't worry about them, and some of them completely made up. And there are lots of products out there that provide security against those risks.

Your job is to invent one. First, find a risk or create one. It can be a terrorism risk, a criminal risk, a natural-disaster risk, a common household risk -- whatever. The weirder the better. Then, create a product that everyone simply has to buy to protect him- or herself from that risk. And finally, write a catalog ad for that product.

Der Contest läuft noch bis zum 1. Mai. Details kann mensch hier finden (In den Kommentaren sind schon ein paar gute Ideen, auch wen diese nicht mehr mitmachen darf).

Überwachungskameras

April 12th, 2008 § 0 comments § permalink

haben auch in San Francisco eine überwiegend psychologische Wirkung. Der Bürgermeister will trotzdem mehr davon. So ist das halt heutzutage. Nur nicht an die Fakten denken, besonders wenn's um Sicherheitsfragen geht. Lesenswerter Artikel ohne wirklich neue Erkenntnisse.

Amtrak

February 23rd, 2008 § 0 comments § permalink

ist angeblich ein Wort, dass nordamerikanische UreinwohnerInnen verwandten um "ungelöste Probleme" zu beschreiben. Dieser Witz scheint mir aber nur eine ganz normale Reaktion auf die Unmöglichkeit einen staatlich garantierten Eisenbahnmonopolisten zur Zufriedenheit seiner KundInnen zu betreiben – oder kennst Du wen, der Die Bahn gut findet?

Nach diesem Artikel drängt sich mir allerdings der Verdacht auf, dass Amtrak gar nicht für "ungelöste Probleme" steht sondern für "Lösung von Problemen die's nicht gibt". O.K. ich muss zugeben, dass zwischen Flugreisen und Bahnreisen eine "Sicherheitslücke" besteht. Da besteht aber auch eine ganz deutliche "Risikolücke" – die aber außer Bruce Schneier niemand zu sehen scheint. Nachdem ja auch hier in der BRd die Hauptkonkurrenz unseres Eisenbahnmonopolisten das steuerlich bevorteilte Flugzeug ist, kann ich mir vorstellen, dass gerade ein Forbes-Leser einE Forbes LeserIn (da gibt's eine Frau) im Bahnvorstand darüber nachdenkt Sicherheitskontrollen an deutschen Bahnhöfen einzuführen; vielleicht steigen dann mehr Reisende wieder in die Bahn ein – ich fahr' ja auch so selten im Zug, weil ich mich da so unsicher fühle.

Der allwissende Bruce schreibt: "That's the very definition of security theater."

Langeweile und zu viel Geld

February 23rd, 2008 § 0 comments § permalink

scheinen mir die einzig validen Gründe zu sein, dass der Director of National Intelligence der USofA jetzt auch in Online-Spielen nach TerroristInnen suchen will. Oder, er hat eine wirklich gute Ausrede gefunden auf Arbeit daddeln zu dürfen.

Also, dass es Online-Spiel-Welten voll sind mit Psycho-, Sozio- und anderen -pathen, weiß wohl jedeR, die/der sich schon länger als fünf Minuten in einer solchen aufgehalten hat; ich sag' ja nur Camper, Sniper und Selbstmordattentäter. Wobei, jetzt wo ich darüber nachdenke: Hey, bei den meisten Online-Spielen ist's sogar echt hilfreich sich ein klein wenig hyperaggresiv und soziopathisch zu verhalten. Scheint irgendwie Zweck dieser Spiele zu sein. Aber irgendwie scheint das bei der National Inteligence der USofA nicht angekommen zu sein. Die gehen offensichtlich davon aus, dass sie über Verhaltensbeobachtungen in Online-Spiel-Welten "Terroristen" finden können. Doh!

Das ist noch viel, viel bescheuerter, als die Theorie, der Amoklauf von Erfurt hätte verhindert werden können (FN), wenn Counterstrike verboten worden wäre.

Gedankenverbrechen legalisiert

February 16th, 2008 § 0 comments § permalink

Oder ein weiterer Beitrag aus der Reihe: Schlechte PolitikerInnen brauchen gute RichterInnen, sonst ist das mit den Verfassungen gleich vorbei.

Einmal mehr aus Kleinamerika (a.k.a. Großbritannien), die im vergangenen Sommer die alleinige Ansicht und Speicherung "terroristischer" Materialien unter drakonische Strafe stellten und gleich auch deswegen ein paar sexuell frustrierte junge Menschen eingesperrt haben.

Das Gericht macht darauf aufmerksam, dass Literatur zu vielen Zwecken heruntergeladen und auf der Festplatte gespeichert werden kann. [...] Als Beispiel wird auf ein Kuchenrezept verwiesen, das auf einer Festplatte gespeichert wurde. Daraus könne man auch nicht auf die nachweisbare Absicht schließen, dass der Besitzer des Computers auch wirklich einen Kuchen danach backen wollte.

Gut so. Dann muss ich mir bei meinem nächsten Besuch in KA (a.k.a. GB) nur noch wenige Sorgen machen für Jahre im Knast zu verschwinden.

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